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Im Rahmen einer Zuwendung des DLR-Raumfahrtmanagements (Fkz 50 YB 1225) an die Technische Universität Berlin (TUB) soll eine Demonstration der Intersatellitenkommunikation mit Nanosatelliten (Startmasse ca. 8 kg) erfolgen. Im Detail sollen insgesamt vier Nanosatelliten mit je einem an der TU Berlin neu entwickelten netzwerkfähigen Funkgerät (Projektname: Slink) ausgestattet werden.

Aufgrund seiner Expertise in der Satellitenkommunikationsbranche unterstützt das DeSK die TUB in ihrem Vorhaben seit 01. Oktober 2014 mit supplementären Aktivitäten als Unterauftragnehmer.

Die sogenannten SLink Transceiver bilden die Hauptnutzlast in den Nanosatelliten und wurden von der TU Berlin gemeinsam mit IQ Wireless GmbH im Rahmen eines Verbundvorhabens entwickelt. Dabei werden moderne Übertragungsverfahren wie DQPSK und Turbo Code eingesetzt, um eine hohe Datenrate bei möglichst geringem Energieverbrauch zu erzielen. Es können Daten mit bis zu 100 kbps zwischen zwei Satelliten ausgetauscht werden. Darüber hinaus ermöglicht das Funkgerät auch eine beidseitige Kommunikation mit einer Bodenstation mit einer Datenrate von 1 Megabit pro Sekunde. Das ist für Kleinsatellitenkommunikation Weltspitze.

Ferner wird bei Astro- und Feinwerktechnik der Auswurfcontainer für die Nanosatelliten entwickelt und gebaut. Auch hier ist der Innovationsaspekt von erheblicher Bedeutung, da die „Lebensdauer“ der gesamten Mission von der Separationsgenauigkeit der Nanosatelliten von der Startrakete abhängt.

Durch die Erprobung und Demonstration eines Intersatelliten-Netzwerkes anhand entsprechender Funktechnologien und Kommunikationsprotokollen soll der wissenschaftliche und technische Grundstein für zukünftige autonome Mulitsatelliten-Missionen gelegt werden. In Zukunft könnte ein flächendeckendes Netzwerk aus Nanosatelliten die Erde umkreisen und zur Erdbeobachtung (z.B. von maritimen Systemen), Katastrophenmonitoring oder Frühwarnsystemen eingesetzt werden. Die gesammelten Daten könnten über das kosteneffiziente, aber dennoch flexible autonome Netz, zeitoptimal zum Nutzer gesendet werden.

Das S-Net Projektteam der TUB